Leistungsmessung

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Katana
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Re: Leistungsmessung

Beitrag von Katana » Fr 25. Mär 2016, 11:22

tja, genau für diesen Fall verbaut man ja auch eine Breitbandlambda :P


Ein guter Freund von mir hat seinen 5EFTE im Paseo auf Einzelzündung umgebaut, genau wie du sagst mit Triggerrad an der KW usw.
Ich will da aber nicht zuviel verraten von seinem Umbau, denn er hat sich da wirklich sehr eingelesen und es war auch eine morts Arbeit, bis dass dann auch problemlos funktioniert hat ohne Störungen usw. Das ist echt eine Leistung von ihm, der Wagen ist generell TOP!

Deswegen hatte ich ja die Idee mit Doppelfunke vom gen3 zu übernehmen, weiß aber nicht genau wo da was sitzt bzw was ich Hardware technisch alles brauche.
bräuchte mal einen E11 Corolla wo ich mir das abgucken könnte :lol:

aber das wär nur mehr verfeinern, hat keinen Stress bei mir. Wär nur mal was, wenns zu langweillig wird um man wieder ein bisschen was verändern/optimieren will ;)

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Re: Leistungsmessung

Beitrag von Bastel » Fr 25. Mär 2016, 12:54

Jap ich mappe selber.

Wie schon geschrieben bringt mir das nichts wenn einer was tut ohne mein Motor zu kennen. zudem bin ich (hoffe ich) erfahren genug um zu wissen was ich da treibe.

Normal kann jeder der abstimmen kann jeden Motor abstimmen man muss nur die Zeichen der Motoren deuten können und wissen wann genug ist. nur weil der Kunde noch 5PS haben will geht man kein Risiko ein. Zudem sollte nach meiner Meinung die Software und die Hardware vom selben Tuner gemacht werden da nur ER weis wie er was aufeinander abstimmen kann ohne das es Probleme gibt. Alles andere ist nur ein Kompromiss.

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squenz
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Re: Leistungsmessung

Beitrag von squenz » Fr 25. Mär 2016, 14:28

Bastel hat geschrieben: Normal kann jeder der abstimmen kann jeden Motor abstimmen man muss nur die Zeichen der Motoren deuten können und wissen wann genug ist.
Mit den entsprechenden Hilfsmitteln ist aber auch das kein Hexenwerk. Die Einspritzmenge wird sowieso über die Breitbandlambda gemessen und für den Zündzeitpunkt gibt es entsprechende Geräte zur Überwachung.
Prinzipiell wird am Prüfstand der Zündzeitpunkt dadurch ermittelt, dass man den Prüfstand auf eine feste Drehzahl einstellt und per Gas dann die entsprechenden Lastpunkte bei der jeweiligen Drehzahl anfährt. Man stellt den Zündzeitpunkt jeweils in Schritten am jeweiligen Lastpunkt immer früher bis das Drehmoment nicht weiter ansteigt, und geht dann 3° Sicherheitsmarge wieder zurück. So in der Theorie. In der Praxis sind die meisten Motoren aber "Klopf-limitiert", d.h. noch bevor man das Drehmomentmaximum erreicht kommt es zur klopfenden Verbrennung. Hier kommen dann die Gerätschaften ins Spiel.

Ich habe mir mit einem Klopfsensor und einem elektronischen Stethoskop eine akkustische Überwachung gebaut die sehr gut funktioniert und mit welcher Klopfgeräusche sehr deutlich herauszuhören sind.
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Für den Alltagsbetrieb habe ich mit einem bekannten im Wankel das Phormula Knock KS4 ausprobiert. Das Gerät ansich ist zwar super, hat aber leider keinen Ausgang zur kommunikation mit dem Steuergerät.
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Hierzu habe ich mir dann ein EXTRA EFI Knock Tec besorgt. Das Modul ist mit dem Knock Signal Eingang am Steuergerät verbunden. Sollte es zur klopfenden Verbrennung kommen, nimmt das Microsquirt Steuergerät automatisch den Zündzeitpunkt zurück. Also eine echte closed loop Klopfregelung welche auch in moderenen Motoren zur Anwendung kommt. Viele aktuelle freiprogrammierbaren Steuergeräte haben so einen "knock amplifier" schon an Board und man kann einen Klopfsensor direkt anschließen.
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Re: Leistungsmessung

Beitrag von Damadin » Fr 25. Mär 2016, 15:18

squenz hat geschrieben: Ich habe mir mit einem Klopfsensor und einem elektronischen Stethoskop eine akkustische Überwachung gebaut die sehr gut funktioniert und mit welcher Klopfgeräusche sehr deutlich herauszuhören sind.
Nicht schlecht...

An der Stelle eine Frage: Weißt du, ob die einfachen 0815 Kfz-Stethoskope für die Tonne sind, oder ob die auch einfache Aussagen hergeben?
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Re: Leistungsmessung

Beitrag von squenz » Fr 25. Mär 2016, 16:02

Ich wüsste nicht wie man mit einem Werkstatt-Stethoskop das praktikabel anstellen könnte. Ich hab die Stethoskopelektronik im Prinzip nur als "Verstärker" für den Klopfsensor verwendet. So ein Klopfsensor ist mit seinem Piezoelement eigentlich auch nichts anderes als ein Mikrofon. Es ist wichtig, dass man die Schwingungen an der richtigen Stelle, möglichst in der Nähe des Brennraumes am Block abnimmt. Glücklicherweise hat der 4EFE an einer optimalen Stelle ein entsprechendes Gewinde. Auch müssen die richtigen Frequenzen überwacht werden. Die Klopffrequenz ist u.a. abhängig von der Größe der Bohrung, hierzu gibt es eigene Berechnungsformeln. Beim 4EFE sind das etwa 7,7KHz. Klopfsensoren (besonders die Bosch Breitbandsensoren) decken hier die Frequenzen der meisten Motoren sehr gut ab.

Ich hab gute Beispielaufnahme von Messfahrten von mir auf denen Klopfen zu hören ist, aber leider erlaubt das Forum weder .wav noch .mp3 als Dateiendungen.

Viele Grüße

Markus

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Re: Leistungsmessung

Beitrag von Damadin » Fr 25. Mär 2016, 16:51

Es geht halt darum, einen Zündzeitpunkt mechanisch einzustellen (geht übrigens auch beim Wankel ;) ).

Klar ist das -insbesondere bei unterschiedlichen Last-/Drehzahlzuständen- alles andere als optimal, aber eben besser als komplett "nach Gefühl". Das denke ich zumindest, daher meine Frage...
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Re: Leistungsmessung

Beitrag von Bastel » Fr 25. Mär 2016, 18:49

Beim Sauger kommt erst das leistungs Pik und dann erst etwas später das klopfen. Diese Frequenzen berechnungsformel is für den A... Da ist die Nummer mit dem Micro zuverlässiger. Einfacher wie die Bosch Klopfsensoren sind die OEM Toyota Klopfsensoren aufgebaut. Nachteilig ist ist der Anschluss an ein Mikrofon Eingang. Aber es geht. Man kann aber auf dem Prüfstand auch das klopfen erzwingen und mit einem Oszilloskop die Frequenz abnehmen.

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Re: Leistungsmessung

Beitrag von squenz » Fr 25. Mär 2016, 21:40

Damadin hat geschrieben:Es geht halt darum, einen Zündzeitpunkt mechanisch einzustellen (geht übrigens auch beim Wankel ;) ).

Klar ist das -insbesondere bei unterschiedlichen Last-/Drehzahlzuständen- alles andere als optimal, aber eben besser als komplett "nach Gefühl". Das denke ich zumindest, daher meine Frage...
Ich denke dass das in der Praxis garnicht gehen wird. Das Stethoskop wird auch zu viele Nebengeräuse des Ventiltriebs etc mitnehmen und so wird man klopfende Verbrennung denke ich nicht heraushören. Gerade beim Wankel sollte man mit der Zündung keine Experimente machen. Während Hubkolbenmotoren u.U. ein gewisses Maß an klopfender Verbrennung noch tolerieren, besteht beim Wankel eine extrem hohe Gefahr dass durch den hohen Brennkammerdruck Dichtleisten brechen. Im Vergleich zu Hubkolbenmotoren haben Wankel (besonders mit Aufladung) sehr konservative Zündwinkel.
Ich hab selbst noch nen FC3S RX-7 mit einem alten TA45 Lader.
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Re: Leistungsmessung

Beitrag von squenz » Mi 29. Nov 2017, 21:40

Ich hab die Leistungsmessung jetzt mal auf Video festgehalten :D
Weitere Experimente mit dem Starlet werden folgen, vielleicht findet der ein oder andere ja gefallen daran :)

https://www.youtube.com/watch?v=GTLUNbAxg6o

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